Die Verheiβung Gottes, des Vaters in Johannes 14.26-27

Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater in meinem Namen senden wird, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.
Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht einen Frieden, wie die Welt ihn gibt, gebe ich euch. Euer Herz beunruhige sich nicht und verzage nicht.

 Diese Verheiβung ist die Quelle zahlreicher Segnungen für den Gläubigen und die Gemeinde. Betrachten wir worin sie besteht und wie sie unser Verhältnis zu Gott unserem Vater bestimmt.

Als Jesus vorher mit seinen Jüngern sprach, hatte er gesagt :

Ich werde euch nicht als Waisen zurücklassen, sondern ich komme wieder zu euch. ( Johannes 14.18)

Was kennzeichnet ein Waisenkind ?

Es ist ein Kind, das seine beiden Eltern oder einen Elternteil sehr früh in seinem Leben verloren hat.

Fachleute der frühen Jugend beschreiben diese Behinderung und das dadurch im Leben verursachte Leiden als ein Gefühl des Verlassenseins, der Verwerfung, des Frusts, des Zorns, sowie der Einsamkeit.

Das Benehmen eines Waisenkinds widerspricht dem von Gott geschenkten Geist der Kindschaft.

In unserem Leben als Christen kommt es uns gelegentlich vor, uns ähnlich wie ein Waisenkind zu benehmen und dieselben Gefühle zu empfinden. Solche Empfindungen stehen im Widerspruch zum Geist, den wir von Gott erhalten haben und der uns zu Söhnen und Töchtern macht.

 

Denn ihr habt nicht einen Geist empfangen, der euch zu Sklaven macht, so daß ihr euch immer noch fürchten müßtet, sondern ihr habt den Geist empfangen, der euch zu Söhnen macht, den Geist, in dem wir rufen: Abba, Vater! (Rom 8.15)

Die Wege, die uns zu einem Waisenbenehmen führen, sind Wege, die uns von Natur aus besonders lieb sind :

  • die Lust auf Selbständigkeit, dann auf Aufbegehren und schlieβlich auf Ungehorsam den Weisungen des Wortes Gottes gegenüber ;
  • vergebliche Anstrengungen hinsichtlich des Heils, die in unserem Leben nach und nach Jesu Christi Gnadenwerk am Kreuz ersetzen ;
  • eine rein intellektuelle Erkenntnis Gottes, die nicht die Gesamtheit unseres Wesens durchflutet (das Herz wird hier ganz vergessen).

So ein Benehmen führt uns in den Geist der Knechtschaft und in die Stellung eines Waisen.

Wird es uns klar, dass wir uns auf solch einem Weg verirrt haben, so müssen wir es bereuen, es bekennen und dann Gottes Vergebung empfangen, indem wir vielleicht einen anderen Christen bitten, uns zu begleiten.

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