Zuerst Verzweiflung, dann Lagewendung

Liest man was uns die Evangelien über den Ostertag berichten, so muss einem auffallen, welch eine Stimmung an diesem Tag unter den Jüngern herrschte: tiefe an die Verzwzeiflung grenzende Trauer.Zuerst haben sie ihren Meister verloren, der von den Behörden schändlich ermordet wurde, und mit ihm sind auch alle Hoffnungen zunichte gegangen, die sie auf ihn gegründet hatten. Und nun ist sogar noch sein Körper verschwunden! Sie hatten kaum angefangen, über ihn zu trauern und schon erscheint alles noch komplizierter und schlimmer. Dennoch wird dieser so finstere Tag plötzlich in eine überflieβende Freude umschwenken.Lukasevangelium 24.13-35

Die Ereignisse jenes Sonntags: die Auferstehung

Es war schon der dritte Tag ohne ihren Meister, mit dem sie den Alltag über drei Jahre lang geteilt hatten. Ganz fassungslos wussten sie nicht mehr, was mit ihrer Zeit und mit sich selbst anfangen. Dieser Morgen wollte also ebenso düster wie der Tag zuvor sein und im Obersaal herrschte eine dumpfe Stille, trotz der vielen dort versammelten Leute. Sie bieben da eingeschlossen aus Angst vor den Behörden. Diese, nachdem sie den Meister beseitigt hatten, waren wohl dabei zu versuchen, dasselbe mit seinen Jüngern zu tun, um endlich Schluss mit dieser so lästigen Bewegung zu machen, die sie so lange erbittert hatte.In aller Frühe war Maria Magdalena mit zwei anderen Frauen ausgegangen, um dem Körper des Herrn die letzte Ehre zu erweisen. Aber sie waren recht bald zurückgekommen, mit einer niederschmetternden Nachricht: des Herrn Körper ist entwendet worden! Freilich hatte Maria wichtige Einzelheiten hinzugefügt (V. 23), aber das wurde praktisch überhört und zudem war man nicht gewohnt, etwas als glaubwürdig anzusehen, was eine Frau sagte. Ergebnis: diese Frauen haben sie aus der Fassung gebracht (V. 22). Sie hören die höchstgewaltige Meldung, aber von einer Frau und sie ist total durchgefallen. Und noch schlimmer : sie macht die Verwirrung nur noch gröβer. Die höchstbefreiende Meldung, die man sich denken kann, wenn sie nicht geglaubt wird, lässt ganz gleichgültig und kann die Verwirrung sogar noch verschlimmern.Sonderbar, wie unsere Ohren auswählen können, wenn eine biblische Tatsache sie trifft! Aber Maria kennen sie doch schon jahrelang als seine ernsthafte, zuverlässige Person!Im Laufe jenes Tags kehren zwei dieser Jünger niedergeschlagen nach Hause, nach Emmaus, 12 Km von Jerusalem entfernt. Ihre Hoffnung, dass Jesus Israel wieder herstellen würde, ist nämlich zunichte geworden, folglich haben sie nichts mehr in der Stadt zu tun. Unterwegs begegnen sie einem sonderbaren Rabbiner, der ihnen eine Bibelstunde hält, wie sie sie bisher nur von Ihrem Herrn gehört hatten. Ihr Herz brennt regelrecht in ihrer Brust. Aber dabei bleibt es, ausser dass sie noch mehr hören möchten. Also laden sie ihn ein, bei ihnen zu übernachten. Damit geht dieser traurige Tag zu Ende.Ganz und gar nicht! Kaum war die Dunkelheit eingebrochen, sehen wir die beiden das Haus ganz fröhlich wieder verlassen. Total verwandelt haben sie nichts Eiligeres als die 12 Km nach Jerusalem wieder hinter sich zu bringen. Eigentlich vermied es ein normaler Jude bei Nacht zu Fuβ zu reisen. Sie aber haben nur ein Ziel : ihre Freunde im Obersaal wieder zu treffen (V. 33). Und auch die sind nicht mehr diesselben : keine Spur mehr von Trauer, ganz aufgeregt rufen sie: »Der Herr ist wahrlich auferstanden und er hat sich Simon gezeigt !” (V. 34) Sie sind nun alle überzeugt, dass der Herr auferstanden ist! Wie sind sie aber zu solch einer Überzeugung gekommen? Was gab den Ausschlag dazu?

Was überzeugt uns?

Beginnen wir mit zwei grundlegenden Aussagen; die eine ist uns wohlbekannt, muss aber etwas genauer ausgeführt werden, die zweite kann auf den ersten Blick überraschen.

1.- An sich allein überzeugen Wunder niemand.

Sie versetzen in Staunen, in Bewunderung und in Begeisterung, sie ändern aber nichts an der geistlichen Haltung. Im Obersaal hatten Jesu Freunde die Frauen die Auferstehung ankündigen hören und alles blieb beim Alten. Petrus ist ans Grab gelaufen, er hat es leer und von der Wache verlassen gefunden. Er ist hineingetreten (Johannes 20.6) und bemerkte besonders die eigenartige Anordnung der Leinentücher und dann ist er bestürzt zurückgekehrt, ohne aber zu glauben.Jesu Feinde hatten Lazarus, durch seine Leinentücher behindert, aus seinem Grab treten sehen. Und das hat sie nur auf einen Gedanken gebracht : der Auferstandene und der zum Leben Zurückbringende müssen schnellstens weggeschafft werden, denn sie sind allzu störende Beweise. Am Berg Karmel hat ganz Israel selbst den aufsehenerregenden Eingriff Gottes auf Elijas Verlangen hin beobachtet. Dieser Eingriff war so offensichtlich, dass sie dann alle ausgerufen haben: “Der Herr allein ist Gott!” Eine durchaus einmalige und mitreiβende Beweisführung! Und am Tag darauf ist jeder zu seinen üblichen heidnischen Bräuchen zurückgekehrt (1. Könige 18).

2.- Viel unerwarteter ist hingegen die Tatsache, dass auch Gottes Wort an sich allein nicht überzeugt.

Welchen besseren Theologielehrer kann man sich wünschen als Jesus selbst? Unterwegs nach Emmaus haben die beiden Jünger fast anderthalb Stunden lang eine grundlegende Schulung vom Herrn angehört. Etwas Solides und ihr Herz war ganz ergriffen. Aber dabei blieb es!Noch überraschender: in den Versen 19-24 erklären die beiden Männer ihrem geheimnisvollen Gefährten, was sie so traurig stimmt. In einigen Worten legen sie ihm den Kern des Evangeliums, der Guten Nachricht dar, Auferstehung inbegriffen! Und das sei was sie so sehr verzweifelt! Auch die Bergpredigt wurde nicht nur von den Jüngern gehört, sondern von all den vielen, die da waren, einschlieβlich von denen, die trotzdem seine Feinde wurden. Das alles hat sie erstaunt, tief beeindruckt, aber weiter geschah nichts. Heutzutage hätten etliche gesagt : “Das war mal eine Predigt!”; “Er hat wirklich gut geredet!”Von solch einer Begeisterung lieβ sich Jesus bei weitem nicht beirren, davor nahm er sich in Acht und ging ihr aus dem Weg. Ein Wunder hat nur seinen vollen Sinn, wenn es durch den Glauben in Verbindung mit Gottes Wort gebracht wird. Denken wir an die Bemerkung des Johannes vor dem Grab des Lazarus: Johannes 20.8-9.Und dieses Wort muss sich um Jesus drehen: die Augen der beiden Männer haben sich geöffnet, als sie erkannt haben, dass alles was ihnen der geheimnisvolle Rabbiner erklärt hatte, nicht nur Jesus betraf, sondern sich um den Tod und die Auferstehung von Jesus, von Gottes Messias drehte, eine Auferstehung, die unter ihren Augen bewiesen wurde durch die ganz eigenartige und so persönliche Weise, wie ihr Meister das Brot zu brechen pflegte. Mit Gott und mit sich selbst logisch, haben sie geglaubt, die Gabe des Glaubens aufgenommen und wurden tief verändert.Merken wir uns also Folgendes: was im Ereignis an Ostern den Ausschlag gab, war die Verbindung durch den Glauben der prophetischen Ankündigungen des Alten Testaments und des Herrn Jesus selbst mit seinem Tod und seiner Auferstehung. Das überzeugt die beiden Jünger in Emmaus und die 120 in Jerusalem und holt sie aus ihrer Verworrenheit heraus. Das gibt ihrem mutigen Zeugnis freien Lauf. Wenn die Schrift uns nicht den Sinn und den Zweck von Jesu Tod und Auferstehung eröffnet, so eröffnen uns der Tod und die Auferstehung Jesu nicht den Sinn der Schrift. Werden aber beiden in Verbindung gebracht, das erste als Erklärung des zweiten, dann bilden sie die Botschaft der Guten Nachricht, die die Welt grundlegend verändert hat und die heute noch die Macht hat, es weiter zu tun.Heben wir einen weiteren Punkt hervor: was in Jesu Werk ganz besonders mit der Schrift verbunden werden muss, sind sein Tod und seine Auferstehung. Das ist das unerträgliche Ärgernis des Christentums: Gott hat es angenommen zu sterben und durch seinen Tod hat er die Wirklichkeit und die Scheuβlichkeit der Sünde zur Schau getragen. Und diejenigen, die sich daran ärgern, wollen nicht einsehen/glauben, dass dieser selbe gestorbene Messias auch wieder auferstanden ist, dass er heute lebendig, der eigentliche Herr der Welt und sein kommender Richter ist.Die Mengen schätzen einen Messias, der Brot vermehrt, Kranke heilt und Tote auferweckt. Sie wären überglücklich, aus solch einem Menschen ihren König machen zu können. Nun hat aber Jesus solch eine Laufbahn gemieden, denn jenseits ihrer materiellen, wohl berechtigten Bedürfnisse wollte er das geistliche Grundproblem der Sünde angehen, das nur er bereinigen konnte und dessen Lösung allein das menschliche Dasein verändern kann. Und als Jesus ganz nahe an das Ziel seiner ganzen Wirkung gelangt war, als er von den Behörden vor Pilatus verklagt wurde, hatten die selben Mengen anscheinlich wenig Mühe ”Kreuzige ihn, kreuzige ihn!” zu schreien.

Das Christentum, die echte Religion ?

Wäre das nicht die logische Schlussfolgerung dieser ganzen Darstellung? Nun, auch wenn Sie noch einmal überrascht werden sollen: sicher gar nicht! Nicht weil die christliche Lehre falsch sein könnte, sondern weil es nur eine Wahrheit gibt, die Bibel, und weil die Bibel alle Religionen, einschlieβlich und vornehmlich die religiösen Formen des Christentums als Lügen und Betrug verurteilt.Und was ist denn eine Religion? Das ist ein Wort über dessen Definition sich die Fachleute schon immer bekämpft haben. Um es einfach zu machen, auf die Gefahr hin, dass es an Feinheit fehle, darf man sagen, dass es ein System geistiger und praktischer Spiritualität ist, in dem die biblische Offenbarung zwischen 0 und 99 % Platz bekommt. Mit 0 % handelt es sich um die Unmenge von Religionen, worunter manche als ehrwürdig gelten, in die aber die biblische Wahrheit gar keinen Einlass findet. Mit 99 % oder weniger kann es um meinen eigenen Glauben gehen, wenn ich dem Menschen irgendwie Autorität neben oder über der Autorität Gottes gewähre. Als Beispiel sei hier eine Definition der Gnade angeführt : Gnade ist was den Bemühungen des Menschen für sein Heil die Krone aufsetzt! Ein feinausgedachtes aber starkes Gift.Im Kopf der Anhänger einer Religion schwirren allerhand Sachen umher, die man tun soll und ebenso viel, die man vermeiden soll; aber dann ist Gott dem Menschen wohlgesinnt und segnet ihn und er kann von Gott bekommen, was er wünscht. So denken Hiobs Freunde (Hiob 11.13-18). In solch einem Handelssystem ist der Mensch bereit, den verlangten Preis in Geld, Bemühungen oder Opfern zu entrichten und er meint, dass er dann auch von Gott erwarten darf, was er von ihm verlangt. Ist das nicht die –negative- Bedeutung eines Ausrufs wie: “Was habe ich dem lieben Gott angetan, dass er mich so behandelt?”Am Berg Karmel haben die Priester Baals alle notwendigen Riten und heiligen Tänze durchgeführt, damit Baal, der Gewittergott, regnen lässt. Sie haben sich sogar noch die Haut aufgeritzt, um ihn sicherer zu überzeugen. Und siehe, er erlaubt sich, nichts zu tun! Angesichts des wahren Gotts kommt das Relionssystem ins Stocken. Elija hingegen treibt keinen religiösen Sport, keine Riten, spricht keine magische Formel aus. Er verlässt sich aufrichtig auf Gott, er ruft ihn an und wird auf eine Weise erhört, die seine eigene Erwartung weit übertrifft.Normalerweise führt der Gott einer Religion das aus, was der Mensch von ihm erwartet. In anderen Worten : der Mensch weiβ, wie sein Gott denkt: der Gedankengang des einen ist derselbe wie der des anderen. Über den wahren Gott aber behauptet Jesaja genau das Gegenteil: Jesaja 55.8-9:Dasselbe finden wir auch bei Paulus: 1. Korinther 2.9-10Man kann also heidnische Priester anführen, aber die jüdischen religiösen Behörden, die Götzendiener im höchsten Grad verachten, haben dieselbe Gesinnung. Ihnen zufolge wird der Messias mit Gottes Gewalt Davids Königreich in seinem ehemaligen Glanz wieder aurichten und die römische Besetzung hinauswerfen. Nun ist aber Jesus seine ganze Wirkungszeit lang all dem aus dem Weg gegangen, was die religiösen jüdischen Vorstellungen von ihm als menschlichem Messias in Wort und Tat erwarteten. Und darum haben sie ihn umgebracht.Selbst der Teufel denkt nicht anders: “Bist du Gottes Sohn, so befiehl, dass diese Steine zu Brot werden!” Gottes Sohn brauche nicht durch die Stellung und das Schicksal der Menschen eingeschränkt zu sein: er habe Vorzüge, die er frei nutzen darf! Die Befürworter der Wohlstandstheologie schwelgen in einem empörenden Luxus auf Kosten ihrer Anhänger, die sie unter dem Vorwand ausbeuten, dass ein Gotteskind nicht arm zu sein brauche. Der Vatikan war von jeher der Ansicht, dass Christi Vikar auf Erden in einem Gott würdigen Prunk leben solle.In einer Religion gibt es Wunder, himmlische Erscheinungen, wunderbare Zeichen, die als Beweise gelten. Halten wir uns nicht bei den Wundern auf, die man als unsinnig bezeichnen kann, die als einzigen Zweck das Verblüffen der Einfältigen haben: geronnenes Blut, das flüssig wird, die Sonne, die angeblich am Himmel tanzt, eine sogenannte Jungfrau, die Kindern erscheint… Sprechen wir lieber von religiösen Wundern, die sich um Jesus drehen: “Meister, wir möchten dich ein Wunder machen sehen!”, d. h. veranstalte uns ein religiöses Schauspiel. “Bist du Gottes Sohn, so spring in die Tiefe!”, vom Tempel herunter, dann bekommst du den unverweigerlichen Beweis, dass du tatsächlich Gottes Sohn bist und dann müssen die Menschen an dich glauben. Müssen glauben…! Oder noch unumgänglicher: “Bist du Gottes Sohn, so steig von dem Kreuz herunter und wir glauben an dich!”Da kommen wir beim schärfsten Unterschied zwischen den, sogar christlichen, Religionen und der biblischen Offenbarung an. Da tritt der gemein menschliche Charakter jeglicher Religion ans Tageslicht, auch wenn sie sich alls Offenbarungsreligion ausgibt. Früher oder später verfällt die Religion, wie ja auch die politischen Ideologien, der Versuchung, die Leute zum Glauben zu zwingen, also diejenigen zu verfolgen und zu martern, die nicht frei gewählt haben, an sie zu glauben.Wagen wir folgende doppelte Behauptung. 1. Jedes System, das sich erlaubt, Macht, Gewalt, Verfolgung anzuwenden, um sich Anhänger zu verschaffen, beweist dadurch, dass es nur Menschensache, eine elend menschliche Bildung ist, welche auch die heilige Verkleidung sein mag, unter der sie diese Herkunft verschleiert. 2. Braucht ein System Gewalt, um sich durchzusetzen, so beweist es damit, dass es nicht an sich selbst, an seine Stichhaltigkeit, an seine Haltbarkeit glaubt, und, noch schlimmer, dass es bewusst oder unbewusst Angst hat, Angst zusammenzubrechen, wenn es keine Gewalt benutzt, um aufrecht bleiben zu können.All dem stellen sich zwei weitere Kernpunkte der Bibel entgegen. Erstens hat Jesus nie Gewalt benutzt, erlaubt oder empfohlen, um das Evangelium zu verbreiten oder zu bewahren. Im Lauf ihrer Geschischte hat sich die angeblich christliche Kirche erdreistet, Gewalt auszuüben und gewisse Konfessionen tun das heutzutage bedenkenlos. Möge Gott sich ihrer erbarmen! Zweitens hat Gott den Menschen, seine Kreatur lieb: er achtet seine Entscheidungen, was sie auch seien und er will keine andere Beziehung als eine freiwillige, vom Menschen frei gewählte und frei unterhatene.All die obigen Einflüsterungen, diese Jesus durch die religiöse Gesinnung zugeflüsterten Versuchungen, hat er von sich gewiesen. Und deswegen hat ihn die enttäuschte, erbitterte Religion ermordet. Aber das Kreuz, an dem sich die Religion gerächt hat, eben dieses Kreuz hat den Untergang, den Tod der Religion besiegelt. Das Osterwunder ist nicht das Wunder derer, die behaupten, Gottes Sohn sei im letzten Augenblick durch jemand anders ersetzt worden und so dem Tod entgangen. Das Osterwunder besteht darin, dass Jesus Satan, dem Tod, der Religion und der Sünde die Stirn direct geboten hat. Er hat sie alle besiegt und das mit seiner Auferstehung bewiesen. Und jeden Menschen, der an die Auferstehung glaubt, befreit dieser Sieg vom schrecklichen Anblick des Todes, indem er ihm das ewige Leben eröffnet. Er befreit ihn von der Sünde, die nichts Zwangsläufiges mehr ist und für die ihm Vergebung angeboten wird. Er befreit ihn von der Religion, in der der Mensch allein in ihrer Gesetzlichkeit vor einer stummen Gottheit stecken bleibt.Nunmehr wird er als Gotteskind geliebt von Gott und seinem Sohn, die in ihm wohnen und ihn als Glied in die Familie der Gemeinde aufnehmen. Ein Christ ist kein “Sklave”, sondern ein freies Kind Gottes, denn “wen der Sohn frei macht, der wird wirklich frei” (Johannes 8.36). Frei und geliebt, geliebt, denn frei, was ihn ganz natürlicherweise dazu führt, Gott dienen zu wollen, aus freier Entscheidung und nicht aus Zwang.Diese Achtung des Schöpfers seinem Geschöpf gegenüber, seine Ablehnung jeglicher Beziehung mit ihm, die nicht auf Liebe gegründet wäre und die nicht auf Vertrauen beruhen würde, ist auch was der biblische Glaube als Edelstes und jeder Religion Entgegensetztes bietet. Die Auferstehung eröffnet und versichert dem Menschen damit eine neue Lebensaussicht mit seinem Schöpfer, schon hier auf Erden und dann bei ihm, in der Ewigkeit. Der Versucher bietet dem Menschen die Religion mit ihrer Gesetzlichkeit, der Unsicherheit der Zukunft und der Todesangst an. Der Auferstandene bringt und garantiert dem buβfertigen Sünder Vergebung, inneren Frieden, Freiheit, das Glück geliebt zu werden und selbst lieben zu können. All das ohne Ende.
J.J.S.